Perfekt Für … Hochzeitsgesellschaften, Paare, Familien und Geschäftsleute.
Mit arabischem Kaffee heißt uns Gamal, ein freundlicher Ägypter, in der imposanten Lobby willkommen. Gefolgt von fröhlichem Klaviergeklimper – eine Dame im Abendkleid orchestriert am Flügel gekonnt den Übergang vom geschäftigen Freitagnachmittag in den entspannteren Abend. Sie hat in diesen Stunden den wohl schönsten Arbeitsplatz: Über ihr drei funkelnde Kronleuchter, draußen die Silhouette der Zayed-Moschee kurz vor Sonnenuntergang. Die Nähe zu der 1a-Sehenswürdigkeit ist das große Asset dieses Hotels. Ein weiteres: Der gigantische Hauptpool, der vor allem Familien begeistert – auch weil der Al-Maqta-Creek zum Schwimmen wenig einladend ist. Als Namenszusatz ist das „Grand Canal“ aber passend, zumal sich das Ritz beim Bau von Venedig inspirieren ließ: Zehn Gebäude wuchsen zu einem Hotel-Ensemble mit über 500 Zimmern. Manche Abschnitte wirken ein wenig gestrig, die Teppiche in den Fluren etwa und die Muster auf den Zimmertüren. Aber das vom Steirer Christian Höhn geführte Haus macht sich ohnehin gerade zukunftsfit.
50 Mio. Euro werden in die Hand genommen, um dem Trend zu mehr privatem Wohngefühl bei Long Stays nachzukommen. Bis 2027 sollen 10 Signature-Villen entstehen, alle drei Stock hoch, mit Gym, Pool, Kino, Bootsanleger. Für arabisches Lokalkolorit bleibt das „Mijana“: Auf seiner Terrasse wird schon mal die Oud (Laute) angestimmt, und auf die Küche singen Kenner Hohelieder: Die „Kunafa Prawns“ sind ein heißer Tipp, so wie früher die innovativen Kamelmilch-Cocktails. Die gibt’s nicht mehr, genauso wenig wie in der Club Lounge Kokoswasser als Frühstücks-Drink. Der indische Supervisor Prabhu („Der Fähige“) wurde aber seinem Namen gerecht, organisierte für die nostalgischen „Repeaters“ dennoch die Früchte – und half auch noch mit einer Abaya aus, dem schwarzen Übermantel, der meiner Frau für den Moschee-Besuch nahegelegt wurde.
Test-Highlight: Die Klavierspielerin in der Lobby und die große Oper vor der Tür, die Zayed-Moschee.