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Eine Golfreise zu Marokko's Big Five - Teil 1

19. November 2019

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Arganol Cooperative Marjana
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Gc Mogador
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Julia Bartels auf Ihrer Dach Terrasse
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Weine aus dem „Val-d´Argan“
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Iberostar Hotel
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Medina Essaouira
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Dachterrasse im Riad El Cadi
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Essaouira

Was mit dem Aufhänger „IGTM Marrakech“ begann, entpuppte sich letztendlich als Golfreise zu den vier Königsstädten Marrakesch, Rabat, Meknes und Fes mit Draufgabe von Essaouira, dem bezaubernden Geheimtipp am Meer. Mein Facit: Märchenhaftes Morgenland, phantastische Kulturstätten, royales Golf, bezaubernde Riads und Schwelgen in orientalischen Köstlichkeiten.

„First Exit Marrakech“ und Essaouira
Viel zu schade, um nur für 4 Tage die Golfmesse „IGTM“ (International Golf Travel Market) in Marrakech zu besuchen, dachte ich mir und fand mit „niche destinations“ den idealen Partner für einen Side-Trip nach Essaouira. Zwei Fahrstunden sind es dorthin und die Welt verändert sich komplett. Malerisch auf einer Halbinsel gelegen, leuchtet eine weiße Stadt am Meer auf – nicht zu vergleichen mit dem eher dunklen Marrakesch. Der Geschichte nach haben Kultur und Schönheit die Stadt berühmt gemacht. Erstmals im 7. Jhd. v. Chr. als die Phönizier hier anlegten und im 16. Jahrhundert als die Portugiesen das alte "Mogador" gründeten. Unter Sultan Mohamed ben Abdalah erlangte die Festungs-Stadt dann im 18. Jahrhundert seine immense Bedeutung durch den Handelshafen, der als größter Seehafen Marokkos ein wichtiger Knotenpunkt im Handel zwischen Europa, Afrika und Amerika war. Heute bekommt man hier vor allem frischen Fisch, was viele Urlauber hier goutieren. Im Inneren der UNESCO-Welterbe-Medina wimmelt es nur so von Galerien und Kunstwerkstätten, Cafés und Boutiquen. Ich streune durch die symetrisch angelegten Strassen, wo schon Cat Stevens und Frank Zappa in den 70ern einige Zeit hier verbrachten. Auch die Rolling Stones sollen sich hier mit ihrem „Peace, Love and Rock ’n‘ Roll“ verewigt haben - davon geblieben ist noch ein wenig „Hippie-Vibe“ mit Musik und ein Hauch von Haschischduft in der Luft. Wen wundert es da, dass die Stadt auch als Drehort für Game of Thrones diente. Die ganze Palette an marokkanischer Künstler-Vielfalt erlebe ich beim Dinner im „Caravane Café“ und in der Galerie La Kasbah, wo ich mich bei einer Tasse Minztee zwischen Bildern und Objekten einheimischer Künstler nicht entscheiden kann. Wer dann noch im „Heure Bleue Palais“, einem der schönsten Riads mitten in der Medina logiert, hat das grosse Los gezogen. Mein Hotel, das „Coté Ocèan Mogador“ liegt direkt an einem mehrere Kilometer langen, im Süden von Dünen flankierten Strand und ist eines der moderneren außerhalb der Altstadt. Trotz dem doch sehr kühlen Atlantik finde ich das Wasser bei sonnigen 30 Grad äußerst erfrischend und das schätzen auch offensichtlich die Surfer an ihren Lieblingsstränden.

Gary Players Mogador Spielwiese
Da hat er sich wieder einmal ein feines Plätzchen ausgesucht, denke ich als ich nach 10 Minuten Fahrt das Sofitel Essaouira Mogador Golf & Spa Resort erreiche. Denn mitten in einem 600 Hektar großen Park mit Palmen, Bougainvilleas und Zedernwald liegen die 18-Löcher des Nord-Courses und die bis jetzt fertig gestellten 12 Löcher des Süd Courses. Dazwischen verstreut lugen die 26 Villen des Resorts mit unverbautem Blick auf den Ozean heraus. Besonders an zwei Löcher des Nord Courses soll ich anhalten, wird mir aufgetragen: : Loch 15 gibt Ausblicke auf Jimmy Hendrix’s bekanntes Café und Loch 17 liegt direkt am Ozean. Ja, und dann ist da noch der Süd-Course mit etwas breiteren Fairways, umgeben von Mangroven und wildwachsenden Pflanzen. Wer hier alleine unterwegs ist, genießt eine friedliche Stille mitten in heiler Natur, vor allem morgens Früh.

Arganöl & Wein
Auf der Fahrt zurück nach Marrakesch muss ich unbedingt noch zwei Stopps einplanen, die Arganöl Cooperative Marjana und das Bio-Weingut „Val d´Argan“. Ich erfahre dort, dass die Arganfrüchte von einer handvoll Berberfrauen gesammelt und verarbeitet werden. Nach dem Trocknen in der Sonne wird das Fruchtfleisch entfernt, die harten Kerne mit einem Stein aufgeknackt und danach die darin enthaltenen Arganmandeln entnommen und am offenen Feuer leicht angeröstet. Das Öl entsteht durch langes Pressen und Mahlen von Hand mit einer Steinmühle. 100 Kilo Arganiennüsse erbringen nur 5 Kilo Mandeln und daraus gewinnt man höchstens 2,4 Kilo Öl. Das macht das Öl so wertvoll und auch teuer. Ich kaufe trotzdem, denn dann ist auch das Mitbringsel schon im Koffer. Gleich gegenüber finde ich das kleine Weingut der Familie Mélia, die seit 1994 einige der besten Weine in Marokko produziert. Und zwar deshalb, weil ihnen auch das Weingut „Château de la Font du Loup" in Châteauneuf-du-Pape gehört. Hier haben sie nun ein 30 ha grosses Areal mit Weinreben und Olivenbäumen bepflanzt. Deshalb verkoste ich hier nicht nur die Weiß-, Rosé- und Rotweine sondern auch exzellentes Olivenöl. Der „Orients Blanc“ soll übrigens einer der besten marokkanischen Weißweine sein. Er wird auch hier im Restaurant Riad Monceau serviert, wo es sinnigerweise auch Gästezimmer gibt.

And the winner is...
Zurück in Marrakesch, wo sich auf der IGTM Golf-Reiseveranstalter aus 65 Ländern zum get-together mit 400 Einkäufern und Ausstellern treffen, wo abends Party in verschiedenen Golfclubs stattfinden und leider wenig Zeit fürs Golfen bleibt. Denn rund um Marrakech gibt es zur Zeit 13 Golfplätze, die um Gäste buhlen. Ich schaffe gerade einmal 9 Löcher am „Atlas Course“, der aber zu den schönsten 9-Loch Anlagen hier zählt. Zu meinem Messe-Hotel, dem Iberostar Club Palmeraie Marrakech, zählen allein schon 10 Plätze rundherum. Ein riesiger Palmengarten mit Pool und jede Menge Sportmöglichkeiten locken vor allem Familien hierher.
Natürlich ist zuletzt die Award-Giving Zeremonie der Höhepunkt jeder Messe. Und natürlich ist auch wieder die Algarve die Golf Destination des Jahres. Überraschenderweise hat es Kambodscha zur „undiscovered golf-destination“ geschafft und Zypern bekam den Nachhaltigkeits-Preis. Höhepunkt meiner Reise hier – der Riyad El Cadi in der Altstadt, nur wenige Minuten vom Jemaa el Fna entfernt. Die Berlinerin Julia Bartels schaltet und waltet dort über sieben Häuser, die durch Höfe, Flure und Treppen miteinander verbunden sind. Treffpunkt für alle Gäste ist dabei die Dachterrasse mit kleinen Rückzugoasen mit Liegestühlen, blühenden Burgainvilleas und Tischen für Frühstück oder Dinner. Mein eigener Riyad befindet sich mitten drin – mit Innenhof, Schlaf- und Wohnräumen, Küche und eigener Terrasse hoch auf dem Dach. Ich fühle mich wie eine orientalische Prinzessin.

Weitere Infos:
www.visitmorocco.com
www.marketing-deluxe.at
www.golf-mogador-essaouira.com
www.riad-monceau.com/the-val-dargan-vineyards
http//www.igtmarket.com
www.iberostar.com/en/hotels/marrakech
www.riyadelcadi.com


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