facebook
Drucken
Seite mailen

Test: Das IPad als Bordunterhaltung

11. September 2012

700394
700394

Der Einzug von iPads, Smartphones oder Notebooks ist unaufhaltsam. Immer öfter bringen Passagiere ihr eigenes Unterhaltungsprogramm mit ins Flugzeug. Nun haben Lufthansa Systems (LHS) und der Deutsche Ferienflieger Condor das System BoardConnect vorerst in einer Boeing 767-300 installiert, welches zwar Wireless, aber kein Internet ist. Ab Mitte September gibt es einen Massentest für alle Passagiere, welcher bis Jahresende andauert. Die Strecken, wo der Jet eingesetzt wird, können auf www.Condor.com unter "Stars am Himmel" verfolgt werden. Bis zu 1000 Filme verschiedenster Art wären von der Speicherkapazität her kein Problem, welche an Laptops, Ipads etc. konsumiert werden könnten. 200 Gigabyte Speicherkapazität sind derzeit in der Boeing 767 vorhanden. Fünf Access Points in der Kabine sorgen für 100% conectivity für alle 260 Passagiere. Vorerst werden unter anderem 19 Spielfilme angeboten, das Standart-Bordprogramm.


"Für uns ist klar, das WiFi im Flugzeug kommen wird. Im ersten Halbjahr 2013 wird bei uns die Entscheidung getroffen, wie wir damit weiter machen", erläutert Rainer Kröpke, Marketing und Produktchef der Condor. Einsparungen gibt es für die Airline aber auch. So kann das Gewicht durch nicht Beförderung des klassischen IFE-Systems um bis zu 500 kg einer Boeing 767-300 reduziert werden. Denn BoardConnect ist eine Art Intranet im Flugzeug, wo man sich die Verkabelung durch das Funknetz erspart.


Für ein Iphone oder das iPad kann man vor der Reise im AppStore das fly-Fi App kostenlos downloaden. An Bord wird ab Flughöhe 10.000 Feet das System aktiviert. Klangerlebnis und die Wiedergabe beeindrucken in der gewohnten iPad Qualität. Das System stoppt übrigens, wenn die Crew Durchsagen macht. Bei der Software kommen Standard Lösungen zum Einsatz, wie etwa Medienwiedergabe über Microsoft silverlight. Zudem werden 18 iPads für die Comfort Class Gäste an Bord bereitgehalten. Doch bleiben Fragen offen. Etwa ob der Gast für den Service bezahlt werden muss, z.B. mit Kreditkarte.


Der Einbau von BoardConnect geht zudem in wenigen Stunden vor sich, zudem kostet BoardConnect nur einen Bruchteil dessen im Gegensatz zu einem klassischen IFE. Und es gibt viele Erweiterungsmöglichkeiten wie Bordverkauf, Special-Meals Bestellungen, Werbung und vieles mehr.

Kurt Hofmann
(September 2012)

facebook
Drucken
Seite mailen