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HOTELTEST
 W Bangkok 
 Hotel mit „Wow“-Effekt

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Hotel mit „Wow“-Effekt

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W Bangkok
Hotel mit „Wow“-Effekt

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LUXUSHOTELTEST
Die W Hotels sind bekanntlich die trendige, durchgestylte, junge, hippe, aber dennoch relativ exklusive Linie der Starwood Hotelgruppe, die in den letzten Jahren rasant um den ganzen Globus expandiert.

So hat man zum Jahreswechsel 2012/2013 auch in Bangkok ein Haus eröffnet. Meine Erwartungshaltung war groß. Schließlich versprechen die Zimmer und Suiten mit Namen (statt der handelsüblichen Junior/Senior/Deluxe oder Sonstiges Suite) wie „Marvellous“, „Fantastic“, „Wonderful“ oder eben „Wow“ einiges zu bieten.

Die Lage ist exzellent. An der North Sathorn Road gelegen (also ungefähr in der Mitte zwischen dem Fluss und den Geschäftsvierteln Sathorn Road, Wireless, Rama und Sukhumvit), günstig sowohl für Geschäfts- als auch Sightseeing-Aufenthalte.

Das Gebäude ist ein moderner Glasturm in halbovaler Form und einem dominanten „W“ über dem Eingang. Die Auffahrt gar nicht so modern, sondern fast schon old-fashioned, gehört doch zu dem Grundstück des W Hotels ein prächtiger, Palais artiger Altbau, der gerade noch renoviert wird (dieser soll später eine Bar, Konferenzräume und vier „Speciality Suiten“ beherbergen). Ein interessantes Nebeneinander von altem Stil und neuem Design also.

Die Lobby wirkt im Vergleich schon fast ein wenig klein und gedrungen. Keinesfalls pompös, aber natürlich durchgestylt, glänzend, in modischen Farben mit vielen Lichteffekten und noch lauterer Musik.

Alles ist „durchgebranded“ – das „W“ findet sich überall und gehört ganz offensichtlich zum Hotel wie das Batman-Zeichen zu Gotham.

Der Check-in war vergleichsweise „normal“. Gar nicht „wow“ hingegen war die Tatsache, dass wir nicht einmal aufs Zimmer begleitet wurden, obwohl wir eine „Marvellous Suite“ gebucht hatten. Die Details und Annehmlichkeiten der Suite erklärte uns später der Kofferträger. Vielleicht ist das ja auch hip und modern, besonders charmant ist es jedenfalls nicht.

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Exterior
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Restaurant
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Spa
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Suite
Die Klimaanlage auf dem Gang der 29. Etage funktionierte nicht. Tagsüber war mitunter auch Baulärm zu hören. In einigen Zimmern mussten noch Arbeiten fertig gestellt werden. Das war allerdings nicht allzu störend, da die Zimmer gut Schall isoliert sind (nicht einmal die Liftgruppen, die direkt an unsere Suite angrenzten, konnten unseren Schlaf stören).

Ja, die Suite
ist schon „wow“. Man könnte sie mit allerlei Attributen versehen, die ich eingangs schon für das Hotel verwendet habe, also durchgestylt, modern, schick, hip, trendy, etc. Mir gefällt’s, ist einmal etwas anderes als der Grand Hotel Style oder die 5* Standard Einrichtung.
Angenehm auffallend auch die edel anmutenden Materialien. Hier wird viel mit Licht und Spiegeln gespielt sowie mit farbigen Glaselementen in dunkelblau und gelb. Sieht cool aus und das wurde ja wohl auch bezweckt. Braun- und Beigetöne (könnte aus einem Minotti-Katalog sein) bei den Sitzgelegenheiten, aber auch Farbakzente in Gold oder Purple kommen vor. Apropos Gold: am Bett liegen zwei übergroße, goldene Boxhandschuhe mit dem üblichen W. Interessantes Detail aber schwer zu deuten.

Ausreichend Stauraum auf
zwei Garderoben aufgeteilt; schöne verbaute Minibar mit einer zusätzlichen Spirituosen Bar und allerlei Knabbereien; ein Schreibtisch mit ausreichend Steckdosen zum Aufladen diverser Geräte.

Das W-Lan ist
leider wieder einmal nicht inkludiert. Liebe 5*-Hotellerie, wann werdet ihr es endlich begreifen! Wir hatten allerdings Glück, denn für mich als Starwood Gold Member war es dann doch gratis.

Zwischen Schlaf- und
Wohnzimmer gibt’s keine Tür, obwohl die Suite ca. 80 m² groß ist, was eher ungewöhnlich, in diesem Fall aber belanglos ist, da sämtliche Zimmer des W Hotels non-smoking sind und Balkone (eigentlich schade bei den angenehmen Abendtemperaturen) generell fehlen. Wer übrigens Letzteres in Bangkok genießen will, dem sei das Siam Kempinski ans Herz gelegt.

Auch das Bad
ist luxuriös und groß mit einer riesigen Dusche; das WC zwar von außen verspiegelt, aber zur Abwechslung einmal (danke, liebe Architekten, dass ihr manchmal doch noch an so etwas wie Intimsphäre denkt) nicht einsehbar; ein zweites Gäste-WC beim Eingang, ebenfalls verspiegelt, gibt‘s auch noch; außerdem noch eine riesige, fast ins Schlafzimmer hinein reichende Badewanne.

Drei kleine Minuspunkte
waren aber auch im Bad zu finden: Erstens lässt es sich vom Schlafraum nur mittels eines Vorhanges abtrennen, wie er sich in den normalen Zimmern bei den Duschen findet. Das ist leider Jugendherberge Stil und in dieser Preiskategorie abzulehnen. Und zum anderen: Auch wenn es super aussieht, nicht immer ist Design ein Garant für Funktionalität. Oft ganz im Gegenteil: Das Waschbecken (wenigstens ein Doppelwaschbecken, gut so) erinnert eher – ich erlaube mir, meine erste Assoziation auszusprechen – mehr an eine Pferdetränke. Es lässt sich kaum Wasser aufdrehen, ohne immens in der Gegend herumzuspritzen. Aber genug der Makel, die Badeprodukte sind wieder schwer in Ordnung und auch ausreichend vorhanden (sogar die Bodylotion). Was völlig fehlt, sind Kleiderhaken, die Bademäntel lassen sich daher nicht aufhängen. Wohin damit Herr Innenarchitekt?

Zwei Flachbildschirme im
Wohn- und Schlafzimmer, ein dritter kleinerer neben der Badewanne. Entertainmentherz, was willst du mehr! Doch: Es gibt nur TV-Sender, kaum Musikprogramm, was mich bei so einem hippen Hotel wundert, und noch mehr, dass es überhaupt kein Video on demand gibt. Liebe Starwood Leute, da existieren heutzutage wirklich bessere und ausgeklügeltere Entertainmentsysteme, die weit über das Fernsehen hinausgehen. Gerade ein solches hätte ich mir in einem Hotel, das viele Medien-, Mode- und Musikmenschen beziehen, eigentlich erwartet.

Ein wirkliches Ärgernis
stellt allerdings die Steuerung des Lichtsystems dar. Grundsätzlich sollte das über Tablet laufen, funktioniert aber für Schlaf- und Wohnraum nicht gleichermaßen. Das bemerkt man am ersten Abend aber erst dann, wenn man alle Lichter am Tablet ausgeschaltet hat und dann draufkommt, dass man damit das Wohnzimmer nicht steuern kann. Also beginnt die Lichtschaltersuche, die wir aus vielen Hotels ja kennen, von neuem.

Dafür gibt’s aber
wenigstens ein Leselicht an der Decke, das aber so weit außen an der Decke montiert ist, dass man fast aus dem Bett fällt, um in den Genuss des Lichtstrahls zu kommen. Ein schwenkbarer kleiner Lichtstrahler ist ebenfalls am Bett angebracht. Bei diesem handelt es sich aber mehr um einen Scheinwerfer, zu hell und kaum zu gebrauchen, ohne eine Reizung der Netzhaut zu riskieren.

Zur Begrüßung gab‘s
eine Karte der Direktion (der Umschlag in weiß gehalten, aber mit pinkem Innenfutter), Obst und kleine Naschereien.

Das Service des
Hotels – wie könnte es in Asien anders sein – bemüht und freundlich. Im Großen und Ganzen auch mit ausreichenden Englischkenntnissen. Anregungen, die man als Gast gibt, so z.B. beim Frühstück, werden gerne aufgenommen. Ob man sie dann umsetzt, ist wieder eine andere Frage.

Die Rezeption scheint
leicht unterbesetzt zu sein. Wenn mehrere Personen, vor allem Gruppen (wie es uns passierte) gleichzeitig aus- oder einchecken, dann steigt die Wartezeit rasch an und es dauert, bis mit zusätzlichem Personal auf den Engpass reagiert wird.

Übrigens heißt der
Concierge im W Hotel nicht einfach Concierge, sondern „Whatever, whenever“ und so meldet er sich auch am Telefon. Klingt ein bisschen ausgefranst, aber nicht unsympathisch.

Nun zum Kulinarischen:


Das Frühstücksbuffet ist
groß, fast schon riesig. Allerdings mit einem Hauptaugenmerk auf asiatische Gerichte, schließlich waren auch sehr viele Asiaten und deren Familien im W zu Gast. Das mag aber auch an den Eröffnungsangeboten, die wohl hauptsächlich in den asiatischen Markt gepresst werden, liegen. So gibt es übrigens – dieser Nebensatz sei erlaubt – eine gewisse Diskrepanz, ohne jetzt hochnäsig klingen zu wollen, zwischen Design des Hotels und des Designs der Gäste.

Zurück zum Frühstück:
Wie gesagt, mehr als ausreichend; Eiergerichte sind von der Karte zu bestellen; verbesserungswürdig der Orangensaft (der Restaurantmanager erklärte, dass der Saft zwar früh morgens frisch gepresst werde, aufgrund der Menge dann aber im Laufe des Vormittags nicht mehr frisch nachserviert werde). Es bleibt mir nur zu sagen, dass wir offensichtlich für den frischen Saft zu spät kamen. Und auch die Käseauswahl ist nicht gerade üppig. Schnittkäse gibt es überhaupt keinen. Es werden nur zwei große Klumpen dargeboten. Vielleicht ist das ja asiatisch.

Das Hauptrestaurant, „The
Kitchen Table“, fungiert natürlich auch mittags und abends. Qualität und Auswahl gut, ein Mix aus international und asiatisch.

Ebenso bei der
Poolbar. Die Auswahl vielleicht ein wenig zu klein, die Qualität aber absolut brauchbar.
Der Pool schaut auf den ersten Blick beeindruckend aus: Eine riesige Skulptur in Einfamilienhausgröße schmiegt sich um den Pool herum. Es fehlt aber doch etwas an Charme. Das mag mit dem hellen Fliesenboden zusammenhängen, der keine wirkliche Pool- oder Strandatmosphäre aufkommen lässt. Da wäre Holz vernünftiger gewesen. Insgesamt ist das Pool Areal recht klein. Wenn das Hotel voll besetzt ist, dann wird’s wohl etwas eng werden (Achtung für Weihnachts- oder Silvester Reisende!).

Die „Woo“ Bar
liegt gleich nach der Rezeption links, vom Eingang aus gesehen, und ist für so ein trendiges Hotel echt enttäuschend. Da hätte ich mir wesentlich mehr erwartet. Sie ist nicht einmal wirklich abgetrennt, sondern geht in die Lobby über und wurde auch während unseres Aufenthaltes nur mäßig frequentiert. Mit einem Wort „Auweh“ statt „Woo“.

Der Shop war
auch noch nicht eröffnet, dafür wurde ein „Flohmarkt“ in der Lobby aufgebaut. Ebenfalls nicht gerade ideal.

Eine Enttäuschung war
das Spa. Das war mehr als drei Monate nach Hoteleröffnung immer noch nicht fertig. Das ist wirklich ein fetter Minuspunkt. Gerade in Thailand erwartet man sich ein ordentliches Spa Angebot. Es wurde zwar eine Alternative angeboten, die wir auch nützten: Und zwar hat das Hotelmanagement einige Zimmer in Spa Behandlungsräume umfunktioniert. Dafür gab’s 30% Rabatt auf die Behandlungen, was zumindest ein Ansatz ist. Die Behandlungen (klassische Sportmassage) waren übrigens wirklich gut. Ohne Rabatt wird’s allerdings schon teuer. Für eine 60 Minuten Massage ist man da locker 100,- € oder mehr los. Überhaupt bei dem derzeitigen hohen Kurs des Baht gegenüber dem Euro. Das ist angesichts des thailändischen Durchschnittseinkommens schon eine leichte Kundenschröpfungsaktion. Ein bisschen billiger wäre da mehr. Da stehen nämlich die Massagen in gar keinem Verhältnis mehr zum Zimmerpreis, überhaupt bei Werbeangeboten.

Auch das Fitnesscenter
war eher enttäuschend. Hierfür gilt dasselbe wie beim Entertainmentprogramm. Für die eher jüngere Zielgruppe hätte ich mir da mehr erwartet. Bei den Kardiogeräten gibt es jeweils nur eines seiner Art. Zudem waren auch das Fitnessstudio und die Verkleidung desselben noch nicht fertig, sodass einem die Poolbesucher beim Trainieren zusahen. Erinnert ein wenig an Zooatmosphäre, gefüttert wurden wir aber nicht.

Gut reagiert hat
man auf eine Reklamation unsererseits: Wie so oft in Hotels ist es schwierig, einmal am Tag eine pünktliche Eiswürfellieferung zu bekommen. Unsere diesbezügliche Beanstandung wurde nicht nur behoben, sondern am nächsten Tag gab es eine cool gestylte Flasche Prosecco (kostet im Hoteleinkauf 6 oder 7,- € und ist trotzdem ein nettes Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung einer Reklamation). Also, W Management, gut und richtig reagiert, weiter so!

Was dem Hotel
fehlt, ist, abgesehen von der Fertigstellung einiger Bauteile, noch etwas mehr Atmosphäre. Es fehlen z.B. Blumen und Bilder, denn manche Wände sind recht kahl. Abgesehen von der Wand in der Lobby vor den Liften, die in vielerlei Lichtern blinkt und an eine chinesische Autobahn aus der Vogelperspektive betrachtet erinnert.

Achtung bei Taxifahrten:
Das Hotel ist noch nicht so bekannt in der Stadt. Besser immer eine Visitenkarte des Hotels mit Wegbeschreibung in Thai mithaben!

Alles in allem
ist das W trotz des mannigfaltigen und riesigen Hotelmarktes in Bangkok eine Bereicherung. Wenn man einige Kinderkrankheiten überwunden haben wird, stellt es ein gut durchdachtes und schön gestyltes, vernünftiges Preis/Leistungsverhältnis dar. Insbesondere der daneben liegende kleine Altbau könnte eine interessante zusätzliche Bereicherung bieten.


Fazit:


„Wow“ ja, aber
mit kleinen Einschränkungen.

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FACTS &
FIGURES
W Bangkok
Destination

Bangkok

Rating
  • Gesamteindruck
    17 von 20
  • Zimmer/Suiten
    12 von 15
  • Service
    12 von 15
  • F&B
    11 von 15
  • Preis/Leistung
    8 von 10
  • Spa/Freizeit
    6 von 10
  • Businesseinrichtungen
    3 von 5
  • Concierge
    3 von 5
  • Sonderpunkte
    3 von 5
  • TOTAL
    75 von 100
 
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