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Golf an der Blumenriviera (6/6)

10. August 2018

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Die zahlreichen Golfer unter ihnen nehmen es auch nicht krumm, daß die herrliche Riviera Ponente in annehmbarer Entfernung nur noch einen weiteren Golfplatz zu bieten hat.

Der allerdings lohnt die knapp einstündige Fahrt von Sanremo auf der Küstenautobahn in Richtung Genua. Denn der Meisterschaftsplatz des Golf Club Garlenda bietet das entspannende Kontrastprogramm zum spektakulären Circolo Golf degli Ulivi, entstand er doch 1965 in der Piana d‘Albenga, der einzigen kleinen Ebene im gebirgigen West-Ligurien, im idyllischen Tal des Fiume Lerrone.

Weitgehend flach, mit nur wenigen moderaten Steigungen und Hanglagen, spart sich der Platz seine golferischen und optischen Höhepunkte für das Schlußdrittel auf, wenn man den etwa 40 Meter breiten Lerrone-Fluß und die wenig befahrene Strada Provinciale 6 zwischen den verschlafenen Städtchen Villanova d‘Albenga und Casanova Lerrone bereits zum zweiten Mal überquert hat.

Garlenda ist quasi der kleine, tiefenentspannte Bruder des Golfplatzes von Sanremo, wo Clubmanager Bruno Olivetti („denken Sie an die alte Schreibmaschinen-Firma“) bis zu einem Unfall vor sechs Jahren selbst gearbeitet hat. Das gilt selbst beim Olivenöl: Auch Olivetti läßt seit zwei Jahren die 1300 Olivenbäume von Garlenda durch die Ölmühle ROI in Badalucco pflegen und abernten. Und das gewonnene Golfplatz-Olivenöl ist auch von guter Qualität - allerdings nicht gut genug, um das Prädikat Cru zu erhalten. „Die Olivenbäume in Sanremo“, räumt Bruno Olivetti ein, „bekommen halt deutlich mehr Sonne ab.“

„Ich glaube, ich habe den schönsten Job in ganz Ligurien“, strahlt Vittorio Bersotti, den es regelrecht nervös macht, wenn er mal ein paar Stunden nicht persönlich auf seinem Circolo Golf degli Ulivi nach dem Rechten sehen kann. Allerdings steht er da unwissentlich in Konkurrenz zu dem 14 Jahre jüngeren Nino Bisso. Der schlanke junge Bademeister, der aus der Provinzhauptstadt Imperia stammt, hatte schon an etlichen Stränden an der Riviera dei Fiori für Sicherheit und Ordnung gesorgt, ehe er vor fünf Jahren das Jobangebot erhielt, das er wie einen Ritterschlag empfand.

Seither ist Nino Bisso Bademeister am 1948 erbauten Meerwasserpool im zauberhaften subtropischen Garten des Royal Hotel. „Was Besseres gibt‘s nicht“, lacht Nino übers ganze Gesicht, „das ist der schönste Job in ganz Ligurien!“ Sanremo, scheint es, hat das Talent, glücklich zu machen...

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