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HONGKONG
 Glitzernde Wolkenkratzer am Perlfluss

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CITY SPYHotelsHotelbewertung - Grand Hyatt HongkongRestaurantsRestaurantbewertung
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Seit kurzem fliegt die AUA Hongkong als dritte chinesische Destination, neben Shanghai und Peking, an.

Ein guter Grund für mich diese spannende Metropole wieder einmal anzusteuern. Ich kenne Hongkong ein bisschen, um genau zu sein seit 30 Jahren. Zum ersten Mal war ich schon 1985 in der Stadt, damals als junger Tourist, danach noch etliche Male geschäftlich. Legendär für mich etwa das Abendessen mit dem Austro-Hongkong Reeder Helmut Sohmen und einem mit mir angereisten, österreichischen Industriellen, das der Wiener Handelsdelegierte im Island Shangri-La für uns ausrichtete.

Es gab viele Stimmen, die befürchteten, dass Hongkong sich nach der Rückgabe von den Briten an die Chinesen 1997 ändern und kommunistisch werden würde. Weit gefehlt, China ist kapitalistisch geworden, Hongkong hat sich kaum merklich verändert.

Es ist genauso pulsierend, schrill, bunt und schnelllebig, wie eh und je. Und es ist noch teurer, luxuriöser und extravaganter geworden.

Ein unglaublicher Boom hat Hongkong den letzten zehn Jahren ergriffen, Neubauprojekt reiht sich an Neubauprojekt, Baukräne ragen allerorten in den Himmel, Straßen und Aushubarbeiten, wohin man blickt.

Der Reichtum der Finanzwelt und New Economy prallt hier ungeniert auf die „working poor“ aus Chinas Provinzen und GastarbeiterInnen aus Asiens Schwellenländer.

„You love it or you hate it, but it's Hongkong.“

Nirgendwo auf der Welt gibt es eine größere Dichte an Rolls Royce, ja sogar in pink, wie die berühmte Sonderanfertigung, die der exzentrische Milliardär Stephen Hung für seine Frau Deborah anfertigen ließ, mit Goldteilen statt Chrom, man gönnt sich ja sonst nichts. Goldfinger hätte seine Freude gehabt.

Das neue Auto-Statussymbol, bereits weit verbreitet, ist aber der Tesla. Kein Zweifel, wie auch im Silicon Valley heute schon zu sehen, dem Elektroauto gehört die Zukunft.

Soviel Wohlstand und neues Geld schlägt sich natürlich auf das Preisniveau wieder, genau wie in anderen Welt- und Finanzmetropolen, wie London oder New York. Als Beispiel, ein gutes Filet Steak im oberen Restaurant Segment bewegt sich preislich zwischen EUR 60 und EUR 100, pro Person natürlich.

Billig sind im Vergleich die Taxis und die gute, alte Star Ferry, die Hongkong Island und Kowloon verbindet. Ein Vergnügen, das man sich unbedingt gönnen sollte, nirgendwo gibt es einen besseren Schnappschuss-Blick auf die beiden Stadthälften.

Luxus ist in Hongkong schon inflationär. Hatte mich vor zehn Jahren noch der Louis Vuitton Landmark Shop an der Canton Road beeindruckt, so gibt es heute Gucci, Dior, Rolex & Co Geschäfte (selbst Hermes) in jedem mittleren bis besseren Shoppingcenter und/oder Hotel. Louis Vuitton ist übrigens alleine in Hongkong neun Mal mit einem Geschäft vertreten. In Macau ist dieses Phänomen noch ausgeprägter, dort habe ich in drei Tagen mehr Prada und Versace Shops gesehen, als in Wien Anker Brot Filialen. So werden hochwertige Marken zur Massenware, wenn auch nicht preislich gesehen. Und das im noch immer kommunistischen China. Verkehrte Welt! Ob sich die Nobel Brands damit etwas Gutes tun, bleibt abzuwarten. Allgemeine Verfügbarkeit ist ja nicht unbedingt ein Identifikationsmerkmal von Luxus.

Und die neue Mittel- und Oberschicht in China macht auch fleißig Gebrauch vom mannigfaltigen Konsumangebot. Man sieht hier mehr protziges Edelschuhwerk, als Clogs auf Mallorca. Glitzer, bunt, bekannte Marke, teuer, … das scheinen die Hauptkriterien beim Einkauf zu sein. Erinnert an die ersten, russischen Neomillionäre vor 20 Jahren. Naja, Geschmack kann man eben (noch) nicht kaufen. Aber vielleicht kommt ja auch demnächst der Style Consultant Avatar auf den Markt?

Wie heißt es so schön, es braucht schon drei Generationen, bis man einen Frack würdig ausfüllen kann? Wird also noch ein bisschen dauern in China.

Text: Axel Neuhuber
Fotos: Skyline von Hongkong: (c) Sybille und Kurt Mader / pixelio.de & Neonreklamen in Kowloon: (c) Wolfgang Resmer / pixelio.de
Hotels

HOTELEMPFEHLUNG IN HONGKONG

Hongkong ist ein teurer und umkämpfter Hotelmarkt, Finanzzentrum und Kongressstandort, die Auslastungen der Beherbergungsbetriebe sind hoch, die Preise auch.

Da wären einmal die altehrwürdigen Grandhotels, das Mandarin in Hongkong Island und das Peninsula in Kowloon (bekannt für seine grüne Hotel Rolls-Royce Flotte). Beides sind weltberühmte Institutionen. Allerdings sind sie beide auch schon angegraut, an der Lobby erkennt man unschwer das Alter, auch wenn die Zimmer und Suiten immer wieder renoviert wurden.

Im Peninsula war unlängst ein Freund aus Wien mit seiner "1000 Euro pro Nacht Junior Suite" alles andere als zufrieden (schlechter Blick, Einrichtung veraltet).

Daran erkennt man, die Top Suiten dieser Häuser lassen sicher nichts zu wünschen über, darunter muss man aber vorsichtig sein, schnell ist der Name überbezahlt.

Das Mandarin verfügt zudem über keinen Außen Pool, falls Ihnen das wichtig wäre, ist das ein Ausscheidungsfaktor.

Wem aber wichtig ist, in einem der bekanntesten Hotels der Welt zu logieren, der Name ist sozusagen schon ein Statement, der ist dennoch gut aufgehoben.

Nächste Gruppe, die arrivierten, neueren Tophäuser: Four Seasons, Conrad, Island Shangri-La, Grand Hyatt, Intercontinental (ehemals Regent), JW Marriott. Alles Top Hotels in bester Lage. Schwer eine Unterscheidung zu machen, hängt von der persönlichen Präferenz für eine der Gruppen ab (meine wäre Hyatt), aber auch vom jeweiligen, aktuellen Preisangebot. Gegebenenfalls überprüfen, wann die Zimmer zuletzt renoviert wurden. Einige davon sind zudem in ein Shopping- und Bürocenter angebunden (Pacific Place), oder neben dem Hongkong Convention Center gelegen (Grand Hyatt), falls das ein Kriterium ist. Alle verfügen über Top Restaurants, wenn nicht Weltklasse (wie Ducasse im Intercont).

Und dann wären da noch die Newcomer:

Für mich eines der schönsten und einprägsamsten Hotels, die ich zuletzt gesehen habe, das Ritz Carlton.

Höchstes Hotel der Welt, Rezeption im 103. Stockwerk des ICC Towers, die Ozone Bar im 118. Stock (mit nach oben hin offener Terrasse, daher sogar Rauchen erlaubt so nahe an den Wolken). Das Ritz ist absolut der letzte Schrei im eleganten Hoteldesign, für mich ein Masterpiece an nobler Zurückhaltung. Sehens- und probierenswert, wem die Höhe nichts ausmacht. Einziger kleiner Nachteil, es steht etwas abseits in Kowloon, daher längere Anfahrtswege.

In ähnlicher Lage, nicht weit vom Ritz entfernt, das "W". Diese zu Starwood gehörende, auf eine "junge, aber vermögende in-crowd" zielende Kette hat schnell ihr Publikum auf der ganzen Welt gefunden. Dennoch gibt es so wie immer bei Ketten, bessere und schlechtere Hotels. Hongkong scheint zu den besseren zu gehören, sehr gute Bewertungen, supermoderne Zimmer mit sprichwörtlichem WOW-Faktor, mit gleichnamiger Bar und Lounge.

Eine weitere Empfehlung für die Liebhaber zurückhaltender Eleganz ist das Upper House, angeschlossen an den Pacific Place Komplex in Hongkong Island. Eine Flotte von Tesla Hotel Cars erwartet den Gast. Boutique Style, Fackel am Eingang, nur 117 Suiten (kleinste 68 m²), Dachrestaurant und Terrasse, toller Blick auf Kowloon. Erinnert mich ein wenig an das STUE in Berlin, gefällt mir!

Und schließlich noch das ICON: in Tsim Sha Tsui (Hongkong Island), dem angesagten Ausgehbezirk, jung, frech, lebhaft. Ebenfalls ein Boutique Hotel mit Dachpool, sehenswert die "C80 Harbor Suite".

Hotelbewertung - Grand Hyatt Hongkong

Hongkong war schon dreimal Drehort für James Bond Filme (unvergessen Roger Moore im Peninsula in "der Mann mit dem goldenen Colt"). Im Movie "Stirb an einem anderen Tag" mit Pierce Brosnan läuft der Geheimagent ihrer Majestät, zerlumpt und mit Rauschebart, eben erst der Folter nordkoreanischer Bösewichte entkommen, durch die opulente Lobby des Grand Hyatts Hongkong auf die Rezeption zu, um nach seiner üblichen Suite zu fragen. Gut, dass so ein Doppelnull-Agent überall auf der Welt Kredit zu haben scheint, den braucht man in Luxushotels in Hongkong nämlich auch.

Ich selbst war 1985 erstmals in Hongkong und habe später einige Male im Grand Hyatt gewohnt. Vor 20 Jahren mag das Hotel noch manchem zu pompös erschienen sein. Aber die Hotelindustrie und ihr Design haben sich einstweilen weiterentwickelt, es gelten heute ganz andere Maßstäbe. Was damals glitzernd erschien, ist 2016 normal.

Hotel Lobbys können nach 20 Jahren auch ziemlich fade und abgenutzt aussehen. Das Grand Hyatt hat sich in dieser Hinsicht wirklich gut gehalten. Schwarz-Gold kommt nie ganz aus der Mode und Blumen ebenso nicht, davon gibt es in der Lobby immer ausreichend, der Eingangsbereich wirkt also nicht mehr spektakulär, aber noch immer nicht altmodisch oder unansehnlich.

Alle anderen Hotelbereiche, Restaurants und vor allem die Zimmer und Suiten, wurden zwischenzeitlich mehrfach renoviert.

Ich probierte bei meinem letzten Aufenthalt zwei Suiten aus, die unterschiedlicher nicht sein konnten.

Zuerst einmal die Spa Suite. Das ist eine relativ neue Kategorie, die im 11. Stock, auf der Ebene des Pool & Spa Bereiches eingerichtet wurde. Von der Größe her eine Junior Suite, Wohn- und Schlafbereich in hellem Holz gehalten, Dusche und Wanne in pechschwarzem Stein. Japanisches Design, danach sind die trogartige Badewanne, wie auch die niederen Sitzmöbel ausgerichtet. Das Waschbecken steht außerdem quasi mitten im Raum. Eigenwillig, aber nicht unsympathisch. Kleine begehbare Garderobe, WC extra.

Was fehlt ist ein vernünftiger Arbeitsplatz.

Größtes Plus aus meiner Sicht, eine echte Seltenheit in Hongkong, ein kleiner Balkon mit Blick auf Hongkong Island und Teile von Kowloon.

Minuspunkt, vor der Tür des Hyatt ist eine öffentliche Großbaustelle. Obwohl hervorragend schallisoliert, kann man da doch ab und an einschlägige Geräusche hören. Also zur Zeit nichts für Ruhesuchende, mehr für Fans des schönen Blickes. Für EUR 900 nicht gerade ein Schnäppchen, aber in Anbetracht dessen, was die Fläche in Hongkong kostet, auch in Hotels, im Sinne des Preis/Leistungsverhältnisses noch irgendwie vertretbar.

Die zweite Suite, die ich probierte, war ein ganz anderes Kaliber, eine Ambassador Suite. Im 36. und letzten Stock des Gebäudes, nur über einen zweiten Fahrstuhl (Stockwerke 31. bis 36.) vom Regency Club aus erreichbar. Größe so um die 100 m², das ist für Hongkong riesig. Diese Großzügigkeit schlägt sich auch im Preis nieder. Mit circa EUR 4.000 pro Nacht. Verlust muss gerechnet werden. Wie gut, dass ich upgegradet wurde!

Diese Suite-Kategorie ist gerade nochmals neu renoviert worden und ist am letzten Stand des Hotel Designs und der Funktionalität. Da gibt es absolut nichts zu meckern. Stilvoller Wohn- und Ess/Arbeitsbereich, Eingangsbereich mit angrenzender Mini-Küche und Gäste WC, großes Schlafzimmer mit weiterem Schreibtisch, ein riesiges Badezimmer und Ankleideraum. Wunderbare Produkte im Bad, ein einfaches und leicht zu bedienendes Licht-System über Touch Pad (endlich einmal), besser geht es kaum. Und dazu der Blick auf die Skyline von Hongkong Island.

Das Personal ist ausnehmend freundlich und zuvorkommend, ein weiterer Pluspunkt wird notiert.

Schließlich noch der Regency Club, auch neugestaltet, ist und bleibt für mich der schönste Hyatt Club, den ich kenne. Auf zwei Ebenen, mit Panoramablick, ausreichendes Frühstücksbuffet und kleine Köstlichkeiten am Abend.

Mit einem Wort, ein wirklich hervorragendes Hyatt Hotel, uneingeschränkt zu empfehlen.

Ein letzter Satz zu einem Problem, das nicht nur im Ermessen des Hotels liegt: Taxis scheinen in Hongkong Mangelware zu sein und sind oft nur schwer zu bekommen. Vor Shopping Centers und Hotels, überall bilden sich lange Warteschlangen, selbst beim Mandarin Oriental musste ich nach einem Abendessen ca. 20 Min. Schlange stehen, bis ich mit dem Taxi dran war.

Daher wollte ich nichts riskieren und buchte für meine Fahrt zum Macau Ferry Terminal, Fahrzeit 5 bis 10 Minuten, eine Limousine über das Hotel. Kostenpunkt fast 70 Euro, das ist heftig, ein Taxi würde nur wenige Euro kosten. Auch für Transportfragen sollte ein Weltklassehotel eine funktionale Lösung anbieten, stößt sonst unnötig sauer auf.

Restaurants

In einer Metropole wie Hongkong ist natürlich auch die Dichte an Luxusrestaurants enorm hoch.

Der Guide Michelin kürte 2016 sechs 3-Stern Restaurants, 15 Mal 2 Sterne sowie 37 Mal 1 Stern Lokale.

Darunter sind berühmte Köche wie Gagnaire, Robuchon oder Ducasse.

Es gibt wohl kaum einen anderen Schmelztiegel weltweit, in dem so viele verschiedenartige Kulturen und Küchen aufeinandertreffen.

Französische Haute Cuisine neben chinesischem Street Food (letzterem widmet der Guide Michelin übrigens 2016 erstmals eine eigene Rubrik) - und das alles auf hohem Niveau.

Dass natürlich einige der besten chinesischen Lokale der Welt in Hongkong beheimatet sind (bitte die verschiedenen Küchenrichtungen und Regionen beachten), ist da nicht sonderlich verwunderlich.

12.000 Restaurants auf engem Raum, das ergibt ein enormes Potenzial an gegenseitiger Befruchtung, aber auch Wettbewerb.

Abgesehen von exzellenter Küche ist es auch der WOW-Faktor, der zählt. Das junge Geld in der Stadt liebt es chic und trendy.

Schwierig hier irgendeine Empfehlung abzugeben, diese Plätze wechseln (wie in anderen Großstädten auch) sehr schnell. Was gestern noch „über-hip“ war, kann morgen schon so was von out sein.

Trotzdem nachfolgend der Versuch einiger Empfehlungen.

Gordon Ramsey und Jamie Oliver sind auf diesen Zug mit ihren Hongkong Outlets aufgesprungen, Nobu, Zuma und Hakkasan sind ebenfalls da.

Das "Felix" am Dach des noblen Peninsula Hotels scheint ein Dauerbrenner zu sein. Die Küchenleistung seit vielen Jahren tadellos, das Design von Philippe Starck auch mehr als 10 Jahre nach der Eröffnung eine zeitlose, schicke Augenweide. (Detail am Rande: Bekannt ist das Felix auch für die Herrentoilette, Ausblick garantiert!)

Hoch oben, hip und gute Küche, das ist generell ein Erfolgsrezept in einer Stadt mit sensationellem Ausblick.

So zum Beispiel das "Aqua", die noch modernere Version des Felix, ebenfalls in Kowloon. Restaurant und Bar sind auf 3 Stockwerke verteilt, Condé Nast reiht es unter die 100 "Hottest Tables worldwide". A must see!

Oder das "Cé la Vie", auf Hongkong Island, im berühmten Ausgehviertel Lan Kwai Fok. Ebenfalls auf mehreren Ebenen, mit kleinem Outdoor Dining Bereich und Rooftop Bar (ideal für Raucher), Konzept und Essen ähneln einer Mischung aus Zuma und Hakkasan.

Und wem hoch noch nicht hoch genug ist, dem sei das ultranoble Ritz Carlton, bekannt als höchstes Hotel der Welt (Rezeption im 103. Stock) ans Herz gelegt. Italienische Michelin Sterne Küche oder Dim Sum in Weltklasse-Format und das in schwindelerregender Höhe, sie haben die Wahl. Und danach in die "Ozone" Lounge im 118. Stockwerk, WOW-Faktor garantiert, eine Bar gewordene Reizüberflutung (mit Outdoor Bereich - unglaublich!).

Und schließlich, die "Grand old Lady" der Hotels von Hongkong, das Mandarin Oriental. Gleich 3 Sterne-Lokale sind da unter einem Dach zu finden: der Grill (international), Pierre (französisch), Man Wah (chinesisch), dazu noch ein Chief's Table namens Krug Room. Captain's Bar im Erdgeschoß sowie "M" Bar im Penthouse. Das sollte für einen gelungenen Abend reichen?

Restaurantbewertung

Mandarin Bar und Grill
Als ich zuletzt in Hongkong war, vor genau 10 Jahren, wurde der Grill seinem Namen noch gerecht. Damals standen leckere Grillspeisen im Vordergrund, heute setzt man auf Gourmetküche.

Nun, selber schuld, hätte ich vor der Reservierung aktuell prüfen müssen.

Ein mehrgängiges Degustationsmenü ist aber so überhaupt nicht das, was ich nach langem Flug, am ersten Abend in der Stadt, vor Augen hatte. Eher ein Stück schönes Fleisch.

Der Maitre erbarmte sich meiner, und ich konnte ein NY Striploin Steak bestellen, samt Salat und Pommes Frites.

Der Service war ausgezeichnet, die Lieferung erfolgte überraschend schnell. Allerdings, war die Qualität maximal mittelmäßig, das Fleisch mit extremen Fettrand versehen und ziemlich zäh. Fern ab dessen, was man sich in einem Spitzenrestaurant erwarten würde. Da klaffen Produkt und die noble, gediegene Atmosphäre weit auseinander. Nur der Preis wird den Sternen Ansprüchen gerecht. Steak mit Beilagen umgerechnet ca. EUR 100. Prost Mahlzeit. Schade, eine schöne Hongkong Erinnerung ist somit jäh zerplatzt.


Cé la Vie
Fernöstliche, inspirierte In-Lokale haben Saison, siehe die weltweite Expansion der Nobelketten Zuma und Nobu. Das Cé la Vie spielt in einer ähnlichen Liga. Moderne, asiatische Küche, schickes Design, „beautiful people“. Qualitativ kommt es allerdings bei den Speisen an die Vorbilder nicht ganz heran, es geht auch wesentlich ruhiger und weniger lebhaft zu, auch die Karte könnte etwas breiter aufgestellt sein. Das Restaurant erinnert, nicht zuletzt wegen der dunklen Beleuchtung, eher an einen Club/Lounge, den es ja auch im Cé la Vie tatsächlich gibt, sowohl indoor als auch outdoor, und das auf drei Ebenen. Wie schon angedeutet, das Essen war gut, aber nicht aufregend, Service zuvorkommend.

Zusätzlicher Pluspunkt, es gibt auch eine kleine Terrasse im Restaurant mit traumhaften Blick auf die Lichter der Metropole Hongkongs, rechtzeitige Reservierung empfohlen. Ein Highlight ist außerdem die Rooftop Bar, ein Segen für Raucher.
In der Kombination Restaurant/Bar dann letztlich doch gelungen!


Felix (Peninsula Hotel)
Gutes Design erkennt man unter anderem daran, dass es zeitlos ist. Wie lange gibt es das Felix jetzt schon, irgendwo zwischen 10 und 15 Jahren? Philippe Starck hat hier ein Masterpiece der Restaurant-Architektur geschaffen, das noch immer genauso überzeugt wie am ersten Tag, inklusive seinem Long Table und der Bar in Raumschiffform.

Dazu der fantastische Ausblick auf Hongkong Island und flotte, zuvorkommende Bedienung. Auch das Essen hervorragend (großartiges Trüffel-Risotto!). Alleine die Portionen sind recht klein gehalten, und die Auswahl auf der Speisenkarte hält sich in engen Grenzen.

Bekannt ist das Felix außerdem noch für seine spektakuläre Aussicht von der Herrentoilette, einfach genießen.

Mit einem Wort, ein gelungener Abend, Danke Philippe. Aber bitte nicht übersehen, das alles hat seinen Preis, der ist nichts für schwache Nerven und Brieftaschen.

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HOTELEMPFEHLUNG IN HONGKONG

Hongkong ist ein teurer und umkämpfter Hotelmarkt, Finanzzentrum und Kongressstandort, die Auslastungen der Beherbergungsbetriebe sind hoch, die Preise auch.

Da wären einmal die altehrwürdigen Grandhotels, das Mandarin in Hongkong Island und das Peninsula in Kowloon (bekannt für seine grüne Hotel Rolls-Royce Flotte). Beides sind weltberühmte Institutionen. Allerdings sind sie beide auch schon angegraut, an der Lobby erkennt man unschwer das Alter, auch wenn die Zimmer und Suiten immer wieder renoviert wurden.

Im Peninsula war unlängst ein Freund aus Wien mit seiner "1000 Euro pro Nacht Junior Suite" alles andere als zufrieden (schlechter Blick, Einrichtung veraltet).

Daran erkennt man, die Top Suiten dieser Häuser lassen sicher nichts zu wünschen über, darunter muss man aber vorsichtig sein, schnell ist der Name überbezahlt.

Das Mandarin verfügt zudem über keinen Außen Pool, falls Ihnen das wichtig wäre, ist das ein Ausscheidungsfaktor.

Wem aber wichtig ist, in einem der bekanntesten Hotels der Welt zu logieren, der Name ist sozusagen schon ein Statement, der ist dennoch gut aufgehoben.

Nächste Gruppe, die arrivierten, neueren Tophäuser: Four Seasons, Conrad, Island Shangri-La, Grand Hyatt, Intercontinental (ehemals Regent), JW Marriott. Alles Top Hotels in bester Lage. Schwer eine Unterscheidung zu machen, hängt von der persönlichen Präferenz für eine der Gruppen ab (meine wäre Hyatt), aber auch vom jeweiligen, aktuellen Preisangebot. Gegebenenfalls überprüfen, wann die Zimmer zuletzt renoviert wurden. Einige davon sind zudem in ein Shopping- und Bürocenter angebunden (Pacific Place), oder neben dem Hongkong Convention Center gelegen (Grand Hyatt), falls das ein Kriterium ist. Alle verfügen über Top Restaurants, wenn nicht Weltklasse (wie Ducasse im Intercont).

Und dann wären da noch die Newcomer:

Für mich eines der schönsten und einprägsamsten Hotels, die ich zuletzt gesehen habe, das Ritz Carlton.

Höchstes Hotel der Welt, Rezeption im 103. Stockwerk des ICC Towers, die Ozone Bar im 118. Stock (mit nach oben hin offener Terrasse, daher sogar Rauchen erlaubt so nahe an den Wolken). Das Ritz ist absolut der letzte Schrei im eleganten Hoteldesign, für mich ein Masterpiece an nobler Zurückhaltung. Sehens- und probierenswert, wem die Höhe nichts ausmacht. Einziger kleiner Nachteil, es steht etwas abseits in Kowloon, daher längere Anfahrtswege.

In ähnlicher Lage, nicht weit vom Ritz entfernt, das "W". Diese zu Starwood gehörende, auf eine "junge, aber vermögende in-crowd" zielende Kette hat schnell ihr Publikum auf der ganzen Welt gefunden. Dennoch gibt es so wie immer bei Ketten, bessere und schlechtere Hotels. Hongkong scheint zu den besseren zu gehören, sehr gute Bewertungen, supermoderne Zimmer mit sprichwörtlichem WOW-Faktor, mit gleichnamiger Bar und Lounge.

Eine weitere Empfehlung für die Liebhaber zurückhaltender Eleganz ist das Upper House, angeschlossen an den Pacific Place Komplex in Hongkong Island. Eine Flotte von Tesla Hotel Cars erwartet den Gast. Boutique Style, Fackel am Eingang, nur 117 Suiten (kleinste 68 m²), Dachrestaurant und Terrasse, toller Blick auf Kowloon. Erinnert mich ein wenig an das STUE in Berlin, gefällt mir!

Und schließlich noch das ICON: in Tsim Sha Tsui (Hongkong Island), dem angesagten Ausgehbezirk, jung, frech, lebhaft. Ebenfalls ein Boutique Hotel mit Dachpool, sehenswert die "C80 Harbor Suite".
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Hongkong war schon dreimal Drehort für James Bond Filme (unvergessen Roger Moore im Peninsula in "der Mann mit dem goldenen Colt"). Im Movie "Stirb an einem anderen Tag" mit Pierce Brosnan läuft der Geheimagent ihrer Majestät, zerlumpt und mit Rauschebart, eben erst der Folter nordkoreanischer Bösewichte entkommen, durch die opulente Lobby des Grand Hyatts Hongkong auf die Rezeption zu, um nach seiner üblichen Suite zu fragen. Gut, dass so ein Doppelnull-Agent überall auf der Welt Kredit zu haben scheint, den braucht man in Luxushotels in Hongkong nämlich auch.

Ich selbst war 1985 erstmals in Hongkong und habe später einige Male im Grand Hyatt gewohnt. Vor 20 Jahren mag das Hotel noch manchem zu pompös erschienen sein. Aber die Hotelindustrie und ihr Design haben sich einstweilen weiterentwickelt, es gelten heute ganz andere Maßstäbe. Was damals glitzernd erschien, ist 2016 normal.

Hotel Lobbys können nach 20 Jahren auch ziemlich fade und abgenutzt aussehen. Das Grand Hyatt hat sich in dieser Hinsicht wirklich gut gehalten. Schwarz-Gold kommt nie ganz aus der Mode und Blumen ebenso nicht, davon gibt es in der Lobby immer ausreichend, der Eingangsbereich wirkt also nicht mehr spektakulär, aber noch immer nicht altmodisch oder unansehnlich.

Alle anderen Hotelbereiche, Restaurants und vor allem die Zimmer und Suiten, wurden zwischenzeitlich mehrfach renoviert.

Ich probierte bei meinem letzten Aufenthalt zwei Suiten aus, die unterschiedlicher nicht sein konnten.

Zuerst einmal die Spa Suite. Das ist eine relativ neue Kategorie, die im 11. Stock, auf der Ebene des Pool & Spa Bereiches eingerichtet wurde. Von der Größe her eine Junior Suite, Wohn- und Schlafbereich in hellem Holz gehalten, Dusche und Wanne in pechschwarzem Stein. Japanisches Design, danach sind die trogartige Badewanne, wie auch die niederen Sitzmöbel ausgerichtet. Das Waschbecken steht außerdem quasi mitten im Raum. Eigenwillig, aber nicht unsympathisch. Kleine begehbare Garderobe, WC extra.

Was fehlt ist ein vernünftiger Arbeitsplatz.

Größtes Plus aus meiner Sicht, eine echte Seltenheit in Hongkong, ein kleiner Balkon mit Blick auf Hongkong Island und Teile von Kowloon.

Minuspunkt, vor der Tür des Hyatt ist eine öffentliche Großbaustelle. Obwohl hervorragend schallisoliert, kann man da doch ab und an einschlägige Geräusche hören. Also zur Zeit nichts für Ruhesuchende, mehr für Fans des schönen Blickes. Für EUR 900 nicht gerade ein Schnäppchen, aber in Anbetracht dessen, was die Fläche in Hongkong kostet, auch in Hotels, im Sinne des Preis/Leistungsverhältnisses noch irgendwie vertretbar.

Die zweite Suite, die ich probierte, war ein ganz anderes Kaliber, eine Ambassador Suite. Im 36. und letzten Stock des Gebäudes, nur über einen zweiten Fahrstuhl (Stockwerke 31. bis 36.) vom Regency Club aus erreichbar. Größe so um die 100 m², das ist für Hongkong riesig. Diese Großzügigkeit schlägt sich auch im Preis nieder. Mit circa EUR 4.000 pro Nacht. Verlust muss gerechnet werden. Wie gut, dass ich upgegradet wurde!

Diese Suite-Kategorie ist gerade nochmals neu renoviert worden und ist am letzten Stand des Hotel Designs und der Funktionalität. Da gibt es absolut nichts zu meckern. Stilvoller Wohn- und Ess/Arbeitsbereich, Eingangsbereich mit angrenzender Mini-Küche und Gäste WC, großes Schlafzimmer mit weiterem Schreibtisch, ein riesiges Badezimmer und Ankleideraum. Wunderbare Produkte im Bad, ein einfaches und leicht zu bedienendes Licht-System über Touch Pad (endlich einmal), besser geht es kaum. Und dazu der Blick auf die Skyline von Hongkong Island.

Das Personal ist ausnehmend freundlich und zuvorkommend, ein weiterer Pluspunkt wird notiert.

Schließlich noch der Regency Club, auch neugestaltet, ist und bleibt für mich der schönste Hyatt Club, den ich kenne. Auf zwei Ebenen, mit Panoramablick, ausreichendes Frühstücksbuffet und kleine Köstlichkeiten am Abend.

Mit einem Wort, ein wirklich hervorragendes Hyatt Hotel, uneingeschränkt zu empfehlen.

Ein letzter Satz zu einem Problem, das nicht nur im Ermessen des Hotels liegt: Taxis scheinen in Hongkong Mangelware zu sein und sind oft nur schwer zu bekommen. Vor Shopping Centers und Hotels, überall bilden sich lange Warteschlangen, selbst beim Mandarin Oriental musste ich nach einem Abendessen ca. 20 Min. Schlange stehen, bis ich mit dem Taxi dran war.

Daher wollte ich nichts riskieren und buchte für meine Fahrt zum Macau Ferry Terminal, Fahrzeit 5 bis 10 Minuten, eine Limousine über das Hotel. Kostenpunkt fast 70 Euro, das ist heftig, ein Taxi würde nur wenige Euro kosten. Auch für Transportfragen sollte ein Weltklassehotel eine funktionale Lösung anbieten, stößt sonst unnötig sauer auf.
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In einer Metropole wie Hongkong ist natürlich auch die Dichte an Luxusrestaurants enorm hoch.

Der Guide Michelin kürte 2016 sechs 3-Stern Restaurants, 15 Mal 2 Sterne sowie 37 Mal 1 Stern Lokale.

Darunter sind berühmte Köche wie Gagnaire, Robuchon oder Ducasse.

Es gibt wohl kaum einen anderen Schmelztiegel weltweit, in dem so viele verschiedenartige Kulturen und Küchen aufeinandertreffen.

Französische Haute Cuisine neben chinesischem Street Food (letzterem widmet der Guide Michelin übrigens 2016 erstmals eine eigene Rubrik) - und das alles auf hohem Niveau.

Dass natürlich einige der besten chinesischen Lokale der Welt in Hongkong beheimatet sind (bitte die verschiedenen Küchenrichtungen und Regionen beachten), ist da nicht sonderlich verwunderlich.

12.000 Restaurants auf engem Raum, das ergibt ein enormes Potenzial an gegenseitiger Befruchtung, aber auch Wettbewerb.

Abgesehen von exzellenter Küche ist es auch der WOW-Faktor, der zählt. Das junge Geld in der Stadt liebt es chic und trendy.

Schwierig hier irgendeine Empfehlung abzugeben, diese Plätze wechseln (wie in anderen Großstädten auch) sehr schnell. Was gestern noch „über-hip“ war, kann morgen schon so was von out sein.

Trotzdem nachfolgend der Versuch einiger Empfehlungen.

Gordon Ramsey und Jamie Oliver sind auf diesen Zug mit ihren Hongkong Outlets aufgesprungen, Nobu, Zuma und Hakkasan sind ebenfalls da.

Das "Felix" am Dach des noblen Peninsula Hotels scheint ein Dauerbrenner zu sein. Die Küchenleistung seit vielen Jahren tadellos, das Design von Philippe Starck auch mehr als 10 Jahre nach der Eröffnung eine zeitlose, schicke Augenweide. (Detail am Rande: Bekannt ist das Felix auch für die Herrentoilette, Ausblick garantiert!)

Hoch oben, hip und gute Küche, das ist generell ein Erfolgsrezept in einer Stadt mit sensationellem Ausblick.

So zum Beispiel das "Aqua", die noch modernere Version des Felix, ebenfalls in Kowloon. Restaurant und Bar sind auf 3 Stockwerke verteilt, Condé Nast reiht es unter die 100 "Hottest Tables worldwide". A must see!

Oder das "Cé la Vie", auf Hongkong Island, im berühmten Ausgehviertel Lan Kwai Fok. Ebenfalls auf mehreren Ebenen, mit kleinem Outdoor Dining Bereich und Rooftop Bar (ideal für Raucher), Konzept und Essen ähneln einer Mischung aus Zuma und Hakkasan.

Und wem hoch noch nicht hoch genug ist, dem sei das ultranoble Ritz Carlton, bekannt als höchstes Hotel der Welt (Rezeption im 103. Stock) ans Herz gelegt. Italienische Michelin Sterne Küche oder Dim Sum in Weltklasse-Format und das in schwindelerregender Höhe, sie haben die Wahl. Und danach in die "Ozone" Lounge im 118. Stockwerk, WOW-Faktor garantiert, eine Bar gewordene Reizüberflutung (mit Outdoor Bereich - unglaublich!).

Und schließlich, die "Grand old Lady" der Hotels von Hongkong, das Mandarin Oriental. Gleich 3 Sterne-Lokale sind da unter einem Dach zu finden: der Grill (international), Pierre (französisch), Man Wah (chinesisch), dazu noch ein Chief's Table namens Krug Room. Captain's Bar im Erdgeschoß sowie "M" Bar im Penthouse. Das sollte für einen gelungenen Abend reichen?
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Mandarin Bar und Grill
Als ich zuletzt in Hongkong war, vor genau 10 Jahren, wurde der Grill seinem Namen noch gerecht. Damals standen leckere Grillspeisen im Vordergrund, heute setzt man auf Gourmetküche.

Nun, selber schuld, hätte ich vor der Reservierung aktuell prüfen müssen.

Ein mehrgängiges Degustationsmenü ist aber so überhaupt nicht das, was ich nach langem Flug, am ersten Abend in der Stadt, vor Augen hatte. Eher ein Stück schönes Fleisch.

Der Maitre erbarmte sich meiner, und ich konnte ein NY Striploin Steak bestellen, samt Salat und Pommes Frites.

Der Service war ausgezeichnet, die Lieferung erfolgte überraschend schnell. Allerdings, war die Qualität maximal mittelmäßig, das Fleisch mit extremen Fettrand versehen und ziemlich zäh. Fern ab dessen, was man sich in einem Spitzenrestaurant erwarten würde. Da klaffen Produkt und die noble, gediegene Atmosphäre weit auseinander. Nur der Preis wird den Sternen Ansprüchen gerecht. Steak mit Beilagen umgerechnet ca. EUR 100. Prost Mahlzeit. Schade, eine schöne Hongkong Erinnerung ist somit jäh zerplatzt.


Cé la Vie
Fernöstliche, inspirierte In-Lokale haben Saison, siehe die weltweite Expansion der Nobelketten Zuma und Nobu. Das Cé la Vie spielt in einer ähnlichen Liga. Moderne, asiatische Küche, schickes Design, „beautiful people“. Qualitativ kommt es allerdings bei den Speisen an die Vorbilder nicht ganz heran, es geht auch wesentlich ruhiger und weniger lebhaft zu, auch die Karte könnte etwas breiter aufgestellt sein. Das Restaurant erinnert, nicht zuletzt wegen der dunklen Beleuchtung, eher an einen Club/Lounge, den es ja auch im Cé la Vie tatsächlich gibt, sowohl indoor als auch outdoor, und das auf drei Ebenen. Wie schon angedeutet, das Essen war gut, aber nicht aufregend, Service zuvorkommend.

Zusätzlicher Pluspunkt, es gibt auch eine kleine Terrasse im Restaurant mit traumhaften Blick auf die Lichter der Metropole Hongkongs, rechtzeitige Reservierung empfohlen. Ein Highlight ist außerdem die Rooftop Bar, ein Segen für Raucher.
In der Kombination Restaurant/Bar dann letztlich doch gelungen!


Felix (Peninsula Hotel)
Gutes Design erkennt man unter anderem daran, dass es zeitlos ist. Wie lange gibt es das Felix jetzt schon, irgendwo zwischen 10 und 15 Jahren? Philippe Starck hat hier ein Masterpiece der Restaurant-Architektur geschaffen, das noch immer genauso überzeugt wie am ersten Tag, inklusive seinem Long Table und der Bar in Raumschiffform.

Dazu der fantastische Ausblick auf Hongkong Island und flotte, zuvorkommende Bedienung. Auch das Essen hervorragend (großartiges Trüffel-Risotto!). Alleine die Portionen sind recht klein gehalten, und die Auswahl auf der Speisenkarte hält sich in engen Grenzen.

Bekannt ist das Felix außerdem noch für seine spektakuläre Aussicht von der Herrentoilette, einfach genießen.

Mit einem Wort, ein gelungener Abend, Danke Philippe. Aber bitte nicht übersehen, das alles hat seinen Preis, der ist nichts für schwache Nerven und Brieftaschen.
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