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Superlativen sind für diese Stadt schon längst kein adäquater Terminus mehr, um dieser Gestalt gewordenen urbanen Phantasie gerecht zu werden. In Dubai ist das scheinbar Unmögliche selbstverständliche Realität. Hier wird das „Schneller, Höher, Weiter“ zur Gewissheit, dass es nirgendwo sonst in der Welt möglich ist, so schnell, so hoch, so weit zu kommen. Eine Entwicklung, die praktisch über Nacht passierte? Ein weltweit verbreiteter Irrtum! Im Gegensatz zur Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, Abu Dhabi – das bis Anfang der 1970er tatsächlich ein kleines Fischerdorf war und dann rapide zur Metropole wuchs –, galt Dubai bereits um 1870 als wichtigster Hafen der gesamten Golfregion, ein riesiger Umschlagplatz für Waren aller Art. Dubai beherbergte schon damals die größten Souks (Märkte) der arabischen Welt.
Ölreichtum und liberale Wirtschaftspolitik ließen Dubai Anfang der Achtziger des vorigen Jahrhunderts schließlich zu dem werden, wofür es heute primär steht: ein Land des Aufbruchs und der Visionen.Doch der futuristische Anspruch ist weit weniger dem kurzweiligen Spektakel, denn der nachhaltigen Wirkung verpflichtet. Im Wissen, dass die Ölquellen nicht ewig sprudeln werden, forcierte der Herrscher des Emirats (und damit auch der Stadt Dubai) Scheich Muhammad bin Raschid Al Maktum von Beginn an den Ausbau des Handels- und Finanzzentrums zu einer exklusiven Tourismusdestination. Diese frühe Entscheidung, sich vom Öl unabhängig zu machen, führte zu weltweit einzigartigen Bauprojekten wie The Palm, The World oder den Burj Khalifa.
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