WESTbahn - Newcomer auf Schienen

WESTbahn - Newcomer auf Schienen

Die Stimmung unter den "WESTbahnern" an Bord des nagelneuen Triebzuges beim Connoisseur Circle Lokalaugenschein ist gut. Drei derartige Garnituren des Schweizer Produzenten Stadler sind bereits im Test-Einsatz. 100.000 Testkilometer werden insgesamt gefahren. Bisher sei alles zufriedenstellend verlaufen.

Ein erster Überblick im WESTbahn-Zug: 22 Außenantennen sorgen für Gratis-WLAN, stabile Telefonverbindungen etc. Die Ledersitze sind jenen der First Class etwa im ÖBB Paradezug Railjet mindestens ebenbürtig. Das Licht im Fahrgastraum wird im Winter mit dezentem Blauton-Hintergrund verfeinert, im Winter im Rot-Ton. Weiters: Vier Cafés mit je acht Sitzplätzen offerieren Espressomaschinen (Firma Schärf), Snacks etc. Raucherabteil, Fußbodenheizung, Steckdosen, Rollstuhl-Anschlüsse und jeder Wagen soll seinen eigenen Betreuer namens "West-Steward" haben. Insgesamt werden 130 Millionen Euro in dieses Projekt investiert. 110 Mitarbeiter sind derzeit angeheuert, auf zirka 200 wird deren Zahl ansteigen. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich weisen.

Unterdessen: Connoisseur Circle befindet sich am Führerstand des Sonderprobezuges 96145 von Linz nach Wien, welcher mit Tempo 200 Km/h durch St. Valentin donnert. Am Gegengleis rast ein Railjet mit Ziel Zürich und Bregenz vorbei. Tatsache ist: Das Netzwerk des ÖBB Premiumzuges ist um ein Vielfaches größer.

Die Laufruhe der WESTbahn Waggons ist sehr gut. Auch wenn die Doppelstock-Wagen im Oberdeck etwas schwanken, dafür schweift der Blick über Lärmschutzwände hinweg. 15,7 Millionen Euro kostet jeder der sieben bestellten Garnituren. Insgesamt investiert WESTbahn 130 Millionen Euro in das Projekt. 28 Mal täglich sollen die gefälligen Züge auf der Strecke Wien Westbahnhof – Salzburg eingesetzt werden.

Und der Fahrpreis? 23,80 Euro One Way Wien – Salzburg, Tickets im Zug erhältlich oder über Internet. Wie erwähnt, der Zug bietet 501 ausschließlich Erste-Klasse-Sitze. Wer 17,80 Euro mehr bezahlt, sitzt im Westbahn Club, wo es mehr Beinfreiheit gibt und daneben immer ein Sitzplatz frei bleibt. Zum Vergleich: ÖBB: 2. Klasse Standard-Ticket Wien – Salzburg ohne Ermäßigung: 47,50 Euro, mit VorteilsCard-Ticket via Internet oder am Automaten 23,80 Euro, am Schalter ist der Ticket-Erwerb um fünf Prozent teurer.

Kurt Hofmann ( September 2011)

www.westbahn.at

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